Empfindlichkeit, Leistung und Entfernung eines Lautsprechers → erreichter Pegel. Grundlage aller weiteren Abschnitte.
Grenzflächen bündeln den Schall und heben den Pegel an. Reflexionen im Raum sind hier nicht enthalten.
Umkehrung: Welche Leistung braucht der gleiche Lautsprecher für einen Ziel-Pegel — inkl. Kopfraum fürs Programm-Material?
Der Kopfraum deckt die Spitzen über dem Durchschnittspegel ab. Empfindlichkeit, Entfernung & Q kommen aus Abschnitt 1.
Abstandsgesetz für den Lautsprecher aus Abschnitt 1: pro Entfernungs-Verdopplung −6 dB im Freifeld.
| Entfernung | Dauerpegel | vs. Hörerplatz |
|---|
Abstandsgesetz (Punktquelle, Freifeld): ΔL = 20·log₁₀(d ÷ d_ref) — doppelte Entfernung = −6 dB. In geschlossenen Räumen bricht das ab der Hallradius-Grenze ab: dahinter dominiert der Diffusschall und der Pegel fällt kaum noch. Luftabsorption (relevant > 20 m, v. a. bei Höhen) ist hier nicht eingerechnet.
Pegel werden logarithmisch summiert — nicht einfach addiert. Zwei gleich laute Quellen ergeben +3 dB, nicht das Doppelte.
N Quellen: +10·log₁₀(N) dB. Basis ist der Hörerplatz-Pegel aus Abschnitt 1.
L = 10·log₁₀(10^(A/10) + 10^(B/10))
Typische Schalldruckpegel zur Einordnung und die zulässige Expositionsdauer nach EU-Lärmschutz.
Basis: 85 dB(A) = 8 h, Austauschrate 3 dB (Gleichenergie). EU-Richtlinie 2003/10/EG: unterer Auslösewert 80, oberer 85, Grenzwert 87 dB(A).
Modell & Grenzen: Rechnung für eine Punktquelle im Freifeld auf Basis des Kennschalldrucks (Herstellerangabe, meist on-axis / anechoisch). Reale Räume, Bündelung über die Frequenz, Line-Arrays (Zylinderwelle, nur −3 dB/Verdopplung im Nahfeld), Interferenzen und Luftabsorption weichen ab. Als Auslegungs- und Plausibilitäts-Werkzeug gedacht — kein Ersatz für eine Simulation (EASE, Mapp o. ä.).